Sonntag, 29. März 2009

Si Evita viviera, seria Cristina

Wenn Evita noch leben wuerde, waere sie Cristina!

Noch ist das eine Parole auf einigen Hauswaenden in Salta und nicht die offizielle Wahlparole der Kirchners, aber wer weiss... In einem Handstreich hat das Ehepaar Kirchner die im September faelligen Teilwahlen auf Juni vorgezogen, um die Opposition kalt zu erwischen.

Dienstag wurde der Opfer des Militaerputsches von 1976 gedacht. Junge Argentinier scheinen oft gar nicht mehr zu wissen, warum dieser Tag arbeitsfrei ist.

Ab Mittwoch streikten die Lehrer in der Provinz Buenos Aires. In Salta gab es keinen Arbeitskampf. In der Grundschule neben meinem Hostal antworteten die Kinder weiterhin brav im Chor, und auch in der benachbarten Sekundarschule "Maria vom Rosenkranz des heiligen Nikolaus" ging alles seinen gewohnten Gang.

Salta war meine letzte Station in Argentinien. Die Stadt hat ein koloniales Ambiente, eine schoene Plaza mit Arkaden und farbenfrohe Kirchen:



In einer Kirche gibt es ein ungewoehnliches Altarbild. Dargestellt ist, wie Indios das Jesuskind entfuehren, die Jungfrau mit Pfeilen spicken, aber beim Versuch scheitern, sie zu enthaupten:



Ausserdem erfuhr ich in Salta, dass die Inkas Menschenopfer vollzogen haben. Es gibt hier naemlich ein Museum mit Mumien von Kindern und Grabbeigaben, die 1999 auf einem ueber 6700 m hohen Berg gefunden worden. Die Kinder waren dort hinaufgeschafft und dann dem Sonnengott geopfert worden, indem man sie mit Maisschnaps betaeubte und dann erfrieren liess.

Von Salta aus nahm ich an einer Rundfahrt durchs Gebirge teil. Sie folgte - quasi als Schienenersatzverkehr - der Trasse des "Zugs zu den Wolken", fuehrte dann zu einem Salzsee und entlang bizarrer und farbenfroher Felsen zurueck.











Spektakulaer war dann auch die Busfahrt von Salta nach San Pedro de Atacama in Chile. Man passiert weitere Salzseen und Vulkane, erreicht 4600 m Hoehe und



landet dann in einem Dorf mitten in der Wueste. San Pedro ist inzwischen ganz auf Tourismus eingestellt, keine Wunder bei den aussergewoehnlichen Landschaften, die es hier zu sehen gibt. Es gibt z. B. Formationen, die an den Uluru erinnern,



das Valle de la Luna mit seinen salzueberkrusteten Felsen



und die Geysire von Tatio. Die liegen auf 4300 m Hoehe, und man sieht den Dampf am besten morgens, weil es spaeter zu warm wird. Entsprechend brachen wir morgens um



vier auf und kamen bei minus 10 Grad auf dem Geysirfeld an. Mit einem abschliessenden Eindruck vom hiesigen Tierleben verabschiede ich mich fuer heute.

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