Von Vinh Long aus machten wir einen Tagesausflug nach Sa Dec. Dort kann man heute noch das Haus besichtigen in dem der Liebhaber aus dem gleichnamigen Roman von Marguerite Duras wohnte.
Am Folgetag verliessen wir schweren Herzens das Zimmer in Vinh Long mit der wunderbaren Aussicht und machten uns auf den Weg in den Grenzort Chau Doc. Dies war nicht einfach. Seit es eine Bruecke ueber den Mekong gibt, ist Vinh Long vom ueberoertlichen Busverkehr abgehaengt, und wir mussten die Strecke in mehreren Etappen zuruecklegen. Der letzte Busfahrer war ein verrueckter Raser, so dass wir gestresst in Chau Doc ankamen. Am naechsten Tag radelten wir zum Berg Sam. Der ist immerhin etwas ueber 200 m hoch. Hinauf fuehrte eine ueberraschend steile Strasse, so dass wir die Raeder ueberwiegend schieben mussten. Oben gab es dann eine fantastische Aussicht. In Vietnam war jeder Quadratmeter fuer Reisfelder genutzt, drueben in Kambodscha sah es eher nach menschenleerem Sumpf aus.
Mit einem kleinen Schiff machten wir uns dann auf den Weg nach Phnom Penh. Dabei besuchten wir eine der Fischfarmen, die in dieser Gegend sehr zahlreich sind. Hier werden vor allem Tilapia-Filets erzeugt, wie sie auch bei uns an jeder Fischtheke zu finden sind. Die Farmer bauen sich schwimmende Haeuser, die Fische werden praktischerweise in Kaefigen direkt unter dem Fussboden gehalten, 30 bis 100 Welse pro Kubikmeter.
An der Grenze warteten wir eine Stunde in einem schaebigen Restaurant. Dann war der Papierkram erledigt, und wir wechselten auf ein kambodschanisches Schiff. Unmittelbar hinter der Grenze fiel deutlich ins Auge, dass Kambodscha wesentlich duenner besiedelt ist als Vietnam.
In Phnom Penh fliessen der Mekong und der Tonle Sap zusammen, um sich nach wenigen hundert Metern wieder zu trennen. Daher hat man von der Riverfront aus eine einzigartige Aussicht.
Nach einer enttaeuschenden ersten Unterkunft quartierten wir uns in einem schoenen Kolonialhotel direkt gegenueber dem Koenigspalast ein. Wir hatten Ruhe, eine wunderbare Aussicht und trotzdem ein bezahlbares Zimmer! Erst am zweiten Tag entdeckten wir, dass in einem Kaefig im Park ein gewaltiger Python gehalten wurde. Wenn das der Koenig wuesste!
In Phnom Penh fallen sofort die starken sozialen Gegensaetze ins Auge. Anders als in Vietnam gibt es viele Privat-PKW, meist grosse Limousinen und teure Gelaendewagen. Auf der anderen Seite sieht man viele verkrueppelte Menschen und etliche, die offensichtlich auf der Strasse leben.
Samstag, 27. Dezember 2008
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