Donnerstag, 13. November 2008
Guantanamera
Hallo,
nach einer abenteuerlichen Woche gruesse ich euch heute aus Luang Namtha, kurz vor der chinesischen Grenze.
Am vergangenen Donnerstag trat ich in Luang Prabang eine zweitaegige Schiffsreise den Mekong hinauf an. Die eingesetzten Schiffe sind schmal, lang und haben einen geringen Tiefgang. Im Reisebuero hatte man mir Bilder von einem Boot mit lauter Polstersitzen gezeigt. Leider sah die Realitaet anders aus. Immerhin wurden fuer uns Auslaender einige Bussitze herbeigeschafft, so dass wir ganz komfortabel sassen.
Der Fluss ist nicht einfach zu befahren. Es lauern viele Felsen, Strudel und Untiefen. In den zwei Tagen kommt man nur an zwei Orten vorbei. Dennoch ist das Landschaftsbild nur noch teilweise urspruenglich. Ueberwiegend ist der Urwald abgeholzt. Gras und Straeucher sind nachgewachsen, ausserdem gibt es Teakholzplantagen. Dennoch war es landschaftlich eine eindrucksvolle Fahrt.
Bereits nach kurzer Zeit mussten wir zweimal wegen Motorschadens festmachen. "Festmachen" hiess: der Kaeptn liess das Schiff ans Ufer treiben, ein Helfer sprang auf den Bug und schlang blitzschnell ein Seil um den naechstbesten Ast.
Gegen 18 Uhr fiel der Motor ganz aus. Mit einem Schnellboot wurde eine neue Batterie gebracht, es half aber nichts. Wir waren nur noch 30 Minuten von Pak Beng entfernt, wo die Zwischenuebernachtung erfolgen sollte. Niemand traute sich, uns zu sagen, dass wir stattdessen auf den Schiffsplanken schlafen mussten. Die meisten hatten nichts mehr zu essen, der Strom floss an dieser Stelle sehr schnell, und natuerlich fragte ich mich, ob der Ast wohl die ganze Nacht halten wuerde.
Er tat es, und am naechsten Tag bekamen wir ein besseres Schiff. Abends erreichten wir den Zielort Houay Xay. Auf dem Schiff hatte ich die Bekanntschaft von Landsleuten aus Leipzig und Paderborn gemacht. In den folgenden Tagen reisten wir gemeinsam weiter.
Von Houay Xay zur chinesischen Grenze fuehrt die vermutlich beste Strasse in Laos. Sie wurde erst letztes Jahr von chinesischen Bautrupps fertig gestellt und ist die kuerzeste Verbindung zwischen China und Thailand. Finanziert wurde sie mit einem zinslosen Kredit der EU. Erdrutsche und Ueberlastung durch Kohlelastzuege haben schon wieder zu erheblichen Schaeden gefuehrt. Dennoch legt man bis zu 60 km pro Stunde zurueck. Auf den uebrigen Strassen schafft man meistens nicht einmal die Haelfte.
Wir verliessen unseren komfortablen Minivan in Vieng Phoukha. Das ist ein kleines Nest im Norden. Strom gab es nur von 18 bis 20:30, so dass ein Teil des Abendessens bei Kerzenlicht stattfand.
Was wollten wir dort?
Laut Lonely Planet gab es von Vieng P. aus eine besonders schoene Trekkingtour in den Nam Ha Nationalpark. Am naechsten Tag machten wir uns
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