Sonntag, 26. Oktober 2008

Vientiane

Hallo,
seit meinem letzten Bericht hat sich der Schauplatz komplett veraendert.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam ich in Bangkok an. Ich musste den Flughafen wechseln und flog am naechsten Mittag nach Udon Thani. Das liegt kurz vor der laotischen Grenze. Der Flug fuehrte fast ausschliesslich ueber Reisfelder. Erst kurz vor dem Ziel kamen ein paar kleine Waldstuecke in Sicht.

Den naechsten Tag verbrachte ich im thailaendischen Grenzort Nong Khai. Dort gibt es eine schoene Uferpromenade am Mekong, dahinter Restaurants und einen grossen Markt. Die eigentliche Attraktion aber ist ein Skulpturenpark. Er enthaelt riesige Betonskulpturen von Buddhas und hinduistischen Gottheiten. Inmitten des Gelaendes gibt es eine Art Mausoleum fuer den einbalsamierten Meister.

Der Mekong ist in dieser Gegend schon sehr breit; an den Ufern wird Fischfarming in Kaefigen betrieben.

Ich erlebte dann etwas, das es nur noch selten gibt: einen echten Grenzuebertritt. Mit dem Tuk Tuk zum thailaendischen Grenzposten. Ausreise. Mit einem knueppelvollen MInibus ueber die Mekongbruecke. Jede Menge Formulare ausfuellen. Abgeben und warten - vor einer dunklen Glaswand, die offensichtlich noch vom VEB Grenzwesen geliefert worden war. Nach erfreulicher kurzer Wartezeit oeffnete sich ein kleines Fensterchen in dieser Wand, ein gruen uniformierter Arm klopfte gebieterisch mit dem Ruecken meines Passes gegen den Rahmen, und ich hatte ein Visum. Nun galt es nur noch eine Visumkontrollgebuehr in Hoehe von 10 thailaendischen Baht (EUR 0,22) zu entrichten, und ich war in Laos.

Hier habe ich mir schon eine Reihe von Tempeln angesehen, in einem gabs auch Sauna und Massage. Vientiane ist eine uebersichtliche Stadt im Gruenen, aber von ich weiss nicht welchem Boom ergriffen. Es herrscht heftiger Verkehr, darunter viele ueberdimensionierte Gelaendewagen. Allueberall Pizza- und Spaghettilokale, das scheint fuer die Laoten der neueste Trend zu sein. Neben schwedischen Baeckereien, afrikanischen Lokalen usw. gibt es aber auch noch genuegend laotische Kueche.

Bilder gibts heute nicht, dafuer scheint mir dieser Rechner zu langsam zu sein.

Jammert nicht ueber das Ende der Sommerzeit - hier wird es jeden Abend um sechs dunkel!

Beste Gruesse

Hans

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