Sonntag, 19. Oktober 2008

Dortmunder Downunder

Guten Morgen,

zum voraussichtlich letzten Mal gruesse ich euch von der Suedhalbkugel.
Von Byron Bay aus trat ich meine letzte naechtliche Busfahrt an, sie fuehrte nach Newcastle. Das ist eine Stadt, die vor allem als Kohleexporthafen von Bedeutung ist. Bis zum Horizont liegen Kohleschiffe mit leerem Bauch auf Reede und verdeutlichen den Energiehunger der Welt.
Die Stadt selbst ist sehr ansprechend. Es gibt einen geschlossenen Stadtkern mit etlichen Jugendstilhaeusern und zum Meer hin schoene alte Wohnhaeuser, die in den 70ern vor der Abrissbirne gerettet wurden. Hier fand ich auch einen passenden Alterssitz fuer mich:



Von Newcastle unternahm ich eine Tagestour ins Weinbaugebiet Lower Hunter Valley. weiter gings in die Blue Mountains westlich von Sydney. Auf 1000 m Hoehe erwarteten mich Gaerten wie im Fruehjahr bei uns: Flieder, Rhododendron und Magnolien bluehten. Anziehungspunkt sind die Schluchten in dieser Gegend. Es gibt tolle Aussichtspunkte. Man kann wandern oder Trendsportarten ausueben:



Leider wurde meine Aktivitaet durch einen wieder aufflammenden Infekt stark eingeschraenkt. In Sydney angekommen, fuehrte mein erster Weg also zum Arzt. Inzwischen bin ich wieder fieberfrei und hoffe, dass das jetzt auch so bleibt.

Ich habe mich hier ziemlich schonen muessen und wenig unternommen. Trotzdem hatte ich schnell den Eindruck, dass dies eine tolle Stadt mit einer hohen Lebensqualitaet ist. Nach meinem Eindruck geht es hier fuer eine Millionenstadt ziemlich gelassen zu, und die Lage an der tiefen Bucht ist wirklich einzigartig.

Samstag war ich am Bondi Beach. Dort gibt es z. Zt. eine Skulpturen-Ausstellung. Draussen laufen gerade ein paar Tibeter vorbei, aber zurueck zur Ausstellung: ein Publikumsliebling war Andy Warhol aus chicken fence:



Gestern bin ich mit der Faehre nach Manly Beach gefahren. Es war ein herrlicher Tag, und ich war nicht allein. Auf dieser Fahrt lernt man die Hafenbucht in fast ihrer gesamten Ausdehnung kennen. Mitte im Stadtgebiet gibt es noch ein paar Stuecke unberuehrte Wildnis, die im Harbour National Park zusammengefasst sind. Abends waren die Open/Air-Lokale am Faehranleger zum Bersten gefuellt. Ich fuhr zurueck in die Stadt und hatte genau die richtige Faehre fuer den Sonnenuntergang erwischt:



Es gaebe hier noch vieles zu sehen und in Erfahrung zu bringen, auch werde ich sicherer im Australenglischen. Z. B. kann ich die Kellnerfrage: "Howas dinnamite?" jetzt problemlos mit: "Hat das Abendessen geschmeckt, Kumpel?" uebersetzen. Trotzdem
gehts morgen weiter nach Bangkok.

Zum letzten Mal also von hier aus:

Cheers, mates!

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